Wenn ein Schlaraffe stirbt, sagt man nicht, er sei gestorben. Man sagt, er sei gen Ahalla geritten — in jene Halle, in der die vorangegangenen Freunde weiterspielen. Das ist keine Glaubensaussage, sondern ein Bild. Es hilft, den Tod eines Freundes auszusprechen, ohne ihn kleiner zu machen, als er ist.
Der Schreyn in der Cracauburg
An der Wand unseres Rittersaals hängt der Ahallaschrein der Crefeldensis: ein Schrein mit den Bildern der Sassen, die dieses Reych verlassen haben. Er hängt nicht in einem Nebenraum, sondern dort, wo gesippt wird — im Blickfeld, direkt neben den Wappen der Ritterschaft.
Die Ahallafeyer
Einmal in jeder Winterung wird es in der Burg still. Die Ahallafeyer ist der Abend des Gedenkens: im Festgewams, mit Musik, mit dem Aufruf der Namen. In der laufenden Winterung fällt sie auf den 23. November 2026 — siehe Sippungsfolge.
Trauersendboten
Stirbt ein Sasse, verschickt sein Reych einen Trauersendboten: ein Blatt mit Namen, Ritternamen, Lebensdaten und einem Nachruf, das an alle befreundeten Reyche geht. Über die Jahrzehnte entsteht daraus ein Archiv, das die Geschichte eines Reyches genauer erzählt als jede Chronik — auch ein Stück Krefelder Stadtgeschichte, denn hinter den Ritternamen stehen Ärzte, Lehrer, Handwerker und Kaufleute dieser Stadt.
Die Trauersendboten der Crefeldensis werden derzeit für die neue Netzseite aufbereitet und in Kürze hier wieder zugänglich gemacht.
Was die Begriffe bedeuten, erklärt unser kleines Schlaraffen-Wörterbuch.