Schlaraffisch für Gäste — ein kleines Wörterbuch

Schlaraffia hat sich seit 1859 eine eigene Sprache zugelegt. Sie klingt beim ersten Hören verwirrend, ist aber schnell gelernt — und ohne sie versteht man einen Sippungsabend nur zur Hälfte. Die wichtigsten Wörter:

Ort und Zeit

Reych
Die örtliche Gemeinschaft, was anderswo „Ortsverein“ hieße. Wir sind die Crefeldensis, Reych Nummer 191. Plural: Reyche.
Burg
Der Raum, in dem gesippt wird. Unsere heißt Cracauburg und liegt im „Et Klöske“ in Krefeld-Uerdingen.
Sippung
Der Abend selbst, nach fester Ordnung. Bei uns montags.
Glock 8 d. A.
„Glock acht der Ahnen“ — 20 Uhr.
Winterung / Sommerung
Winterung ist die Spielzeit von Oktober bis April, Sommerung die lockere Zeit dazwischen.
a. U.
„anno Uhui“ — die schlaraffische Jahreszählung ab 1859. 1913 ist a. U. 54, die laufende Winterung ist a. U. 167/168.

Menschen

Sasse
Ein Mitglied des Reyches.
Pilger · Prüfling · Knappe · Junker · Ritter
Die Stufen des schlaraffischen Werdegangs — ausführlich erklärt.
Fungierender
Wer durch den Abend führt.
Thronsassen
Die drei Amtsträger an der Spitze des Reyches, jährlich gewählt.
Burgfrau
Die Gattin eines Schlaraffen. Zu Frühlings- und Herbstfest sind Burgfrauen und Tross geladen.
Ehrenschlaraffe
Eine posthume Ehrung für Persönlichkeiten, die dem Geist des Bundes entsprechen — bei uns Carl Wilhelm und Heinrich Campendonk.

Rund um den Abend

Quell
Das Getränk. Meist Bier, gelegentlich anderes.
Rostra
Das Rednerpult, von dem aus vorgetragen wird.
Gewams
Die schlaraffische Kleidung mit Kappe und Orden. Zu Festsippungen im Festgewams.
Einritt / Ausritt
Der Besuch bei einem anderen Reych: Einritt, wenn Gäste zu uns kommen; Ausritt, wenn wir hinausfahren. Siehe Nachbarreyche.
Turney
Ein Wettstreit der Vorträge, den das Reych entscheidet.
Uhu
Das Wappentier: weise, geduldig, allgegenwärtig. Bei uns sitzt er über der Burgpforte und im Wappen.
Ahalla
Der Ort, an den die Verstorbenen eingehen. An sie erinnert der Ahallaschrein.
In arte voluptas
Der Wahlspruch Allschlaraffias: „In der Kunst liegt die Freude.“ In unserem Rittersaal steht er in Goldbuchstaben an der Wand.

Ausführlich erklärt das Spiel die Seite Was ist Schlaraffia?; wie ein Abend abläuft, steht unter Zu Gast in der Cracauburg.

Zusatzinformationen

„Et Klöske“ — 600 Jahre Hausgeschichte Carl Wilhelm — der Mann hinter der „Wacht am Rhein“ Nachbarreyche — Schlaraffia in der Region Ahallaschrein — unsere Erinnerung Die Crefeldensis in der Presse Zu Gast in der Cracauburg Schlaraffisch für Gäste — ein kleines Wörterbuch